Krebs ist ungesteuertes Wachstum abnorm veränderter Zellen. Durch
ihr unkontrolliertes Wuchern verdrängen und zerstören diese
kranken Zellen das umliegende normale Gewebe.
Die einzelnen Arten
von Hautkrebs entstammen unterschiedlichen Zellgruppen und unterscheiden
sich in der Geschwindigkeit ihres Wachstums und in ihren Wegen der Ausbreitung,
also der Bösartigkeit ganz allgemein.
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Die häufigsten
Arten von Hautkrebs sind: |
- Basaliom
(ca. 80.000 neue Erkrankungen pro Jahr in Deutschland)
- Plattenepithelkarzinom
(ca. 16.000 neue Erkrankungen pro Jahr)
- Malignes Melanom
(ca. 8.000 neue Erkrankungen pro Jahr)
Die genannten Tumoren
entstammen unterschiedlichen Schichten der Haut. Werden sie nicht behandelt,
können sie aber auch Muskeln, Knochen und andere Strukturen des Körpers
angreifen und zerstören. Metastasen, die eine Ausbreitung des Tumors
in andere Bereiche des Körpers darstellen, treten beim Basaliom nicht
auf, sind beim Plattenepithelkarzinom sehr selten, beim Malignen Melanom
(Schwarzer Hautkrebs) dagegen eher häufig.
Anders als bei anderen
Arten von Krebs sind die verschiedenen Formen von Hautkrebs der einfachen
Untersuchung der Haut zugänglich und erfordern keine hoch-technischen
Geräte. Ein Dermatologe sollte möglichst frühzeitig aufgesucht
werden solange der Hautkrebs klein und deshalb einfach und folgenlos
zu entfernen ist.
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Anzeichen von Hautkrebs |
Hautkrebs kann sich
mit unterschiedlichen Erscheinungsbildern manifestieren. Bemerken Sie
eines der folgenden Zeichen, sollten Sie sich so bald wie möglich
an den Hautarzt wenden:
- Eine Neubildung an der Haut,
die nicht innerhalb von 4 bis 6 Wochen wieder verschwindet
- Jede Hautveränderung,
die sich vergrößert und perlfarben, durchscheinend, braun,
schwarz oder fleckig wird
- Ein Leberfleck oder Muttermal,
das sich vergrößert, die Farbe oder die Oberflächenbeschaffenheit
verändert oder einen unregelmäßigen Rand bekommt
- Eine kleine offene Wunde,
die nicht heilen will, länger als 4 Wochen besteht oder heilt und
später wieder aufgeht
- Jede Hautveränderung
die länger anhaltend juckt, schmerzt, verkrustet, aufgeht oder
über mehrere Wochen wiederholt blutet
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Vorsorge |
Hautkrebs ist
im Allgemeinen die Folge von jahrelanger Sonneneinstrahlung. Auch eine
vorzeitige Alterung der Haut kann durch zu viele Sonnenstrahlen verursacht
werden. Mit einfachen Maßnahmen können Sie selbst Vorsorge
tragen und vermeiden, daß Sonneneinwirkung zu Schädigungen
der Haut führt. Dies trifft insbesondere für "helle" Hauttypen
zu, blonde, blauäugige Menschen, die die Sonne nicht gut vertragen:
- Setzen Sie sich der Sonne
nicht länger als notwendig ohne Sonnenschutz aus.
- Verzichten Sie auf einen
möglichst dunklen Teint, insbesondere, wenn Sie die Sonne schlecht
vertragen und schlecht bräunen.
- Nutzen Sie einfache Schutzmaßnahmen
wie Hüte und langärmelige Kleidung.
- Benutzen Sie eine Schutzcreme
mit einem Lichtschutzfaktor von wenigstens 15. Dieser sollte bei Sonnenschein
routinemäßig am Morgen und mehrmals täglich neu aufgetragen
werden. Auch an wolkigen oder bedeckten Tagen erreicht das schädliche
UV-Licht die Erde!
- Die Urlaubsqualität
drückt sich nicht in Ihrer Hautfarbe aus! Beachten Sie besonders
die potenzierte Wirkung der Sonne durch Reflexion am Meer und im Schnee!
- Vermeiden Sie Solarien.
Die dort ausgestrahlten UV-Strahlen sind genauso schädlich wie
die der Sonne. Als Alternative bieten sich moderne Selbstbräunungscremes
an, die eine ungefährliche, natürliche Farbe geben!
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Computer-Fotografische Dokumentation
von Leberflecken (Pigmentmalen) |
Der zuverlässigen Untersuchung
von Muttermalen und damit der Vorsorge des malignen Melanoms dient heute
die Videodokumentation. Per Videokamera wird von der Haut ein genauer
Muttermalkatalog angefertigt. Er umfasst Übersichtsaufnahmen, die
auf elektronischen Speichermedien konserviert werden. Muttermale, die
aus hautärztlicher Sicht beobachtet werden sollten, werden zusätzlich
mikroskopisch aufgenommen. Dann können sie fast feingeweblich untersucht
werden. Die elektronische Speicherung des Hautbildes ermöglicht bei
den jährlichen Kontrolluntersuchungen den objektiven und detailgetreuen
Vergleich früherer und aktueller Aufnahmen. Da durch Einsatz dieser
Technik eine genauere Diagnostik möglich ist, kann in vielen Fällen
auf die Operation von Muttermalen verzichtet werden.
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Chirurgische Behandlungsverfahren |
Folgende Techniken
werden zur Entfernung von Hautkrebs, je nach Art des Tumors, eingesetzt:
- Kürettage und Elektrodesikkation: Hierbei wird das Tumorgewebe
mechanisch ausgeschabt, anschließend
elektrischer Strom zur Blutstillung eingesetzt
- Lasertherapie: Das
krankhafte Gewebe wird mit dem Laserstrahl abgetragen.
- Kryotherapie: Vereisung
besonders von Krebsvorstufen mit flüssigem Stickstoff tötet
die veränderten Zellen mit minimaler Vernarbung.
- Chirurgische Entfernung:
Ausschneiden des Tumors und Wundnaht
- Mikrographisch Kontrollierte
Chirurgie: Präzise Entfernung der Tumorzellen unter mikroskopischer
Kontrolle
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